Aufbau einer Flöte

Struktur einer Flöte

Werkstoffvarianten Der Blockflötentyp, die bedeutendste Form der Querflöte, besteht in der Regel aus den drei Bestandteilen Basis, Mitte und Kopf. Durch eine leichte Drehung werden die Einzelteile der Flöte zusammengefügt, wodurch das in das jeweilige Oberteil hineinragende Werkstück als Konus bezeichnet wird; zur Versiegelung wird der Konus mit einem dünnen Korkstreifen abgedeckt.

Sopranino, Sopran- und Altblockflöten sind teilweise zweiteilig aufgebaut, wodurch Mittel- und Fußteil in einem einzigen Teil hergestellt werden. Insgesamt betrachtet ist der Recorder ein Rohr, das am Boden offen und am Ende durch einen Klotz verschlossen ist. Diese tiefsten Töne der Flöte entstehen durch das Verschließen aller Fingerlöcher.

Die Blockflöte wird in unterschiedlichen Registern hergestellt, wobei jedes Register 7 Fingerlöcher auf der Frontseite (vordere Fingerlöcher) und ein Daumendurchbruch ( "back thumb hole") auf der Rückwand aufweist. Die Bohrungen der einfachen Nuten sind in der Regel zylinderförmig. Für den fortgeschrittenen Musiker dagegen gibt es oft sogenannte "Hinterschnittlöcher", d.h. "die Bohrungen sind nach innen verbreitert".

Zwei Untergrifflöcher, von denen sich eines im Bodenstück befinden, können als Doppelloch ausgebildet werden, um die jeweiligen Rastertöne leichter zu spielen. Bei größeren Registern in tiefen Registern werden die meisten Klanglöcher aufgrund ihres großen Abstands mit Tasten verschlossen. Fast alle Querflöten erklingen um eine Okt. über den Noten. Schon immer war der Werkstoff für den Querflötenbau das beliebteste Mittel.

Der Einsatz von Buchsbaumholz hat eine lange Flötenbautradition. Weil es aber sehr schwach gedeiht, wird es heute nur noch in kleinen Stückzahlen bearbeitet und ist vor allem der Reproduktion von historischen Instrumenten gewidmet. Birne, Bergahorn, Pflaume und Nussbaum gehören zu den helleren Holzarten und wirken recht zart und geschmeidig.

Sie riskieren daher, an den inneren Wänden des Flötenrohres rauh zu werden. Diesem wird entgegengewirkt, indem Geräte dieser Holzart mit Cellulose oder Petroleum implantiert werden. Querflöten aus weicherem Holz werden in viel kürzerer Zeit geblasen, verlieren aber schnell ihren ursprünglichen Klangcharakter. Schon früher waren Elfenbeinblockflöten ein besonderer Schatz und wurden oft mit Gold- oder Silberschlüsseln versehen.

Eine Bassflöte aus Elfenbein kann nur mit Hilfe einer Halterung gespielt werden und selbst die Tenorblockflöte ist extrem schwierig zu ertragen. Bereits seit mehreren Dekaden wird Plastik (z.B. Bambus und ABS) auch für die Serienfertigung von Flöten verwendet. Der Klang der Standard-Kunststoffblockflöte einer Flöte aus natürlichen Materialien kann jedoch nicht mit dem des Wassers mithalten.

Manche Flötenbauer liefern Geräte, die aus einer Mischung von Kunststoffkopfstück und Holzsockel besteh. Aufgrund ihrer speziellen Widerstandsfähigkeit sind diese Flöten besonders für kleine Kleinkinder zu empfehlen, deren Bewußtsein für eine feinfühlige Bearbeitung des sensibelsten Teiles der Flöte, dem Mundstück, noch nicht so stark ist. Ein durch eine feste Tonhöhe festgelegter Klang, nach dem die Geräte gleichmäßig abgestimmt werden, wird als Stimmungston (oder auch Kammerton) genannt.

Manche Flötenhersteller stellen ihre Flöte jetzt auf a1 = 442 Hertz ein. Die Tonhöhenangabe gilt in der Regel für warm gespielte Musikinstrumente; im kalten Tonfall ist sie etwas unterhalb dieser Marken. In Wechselwirkung mit eigentlich auf 440 Hertz gestimmten Musikinstrumenten klingt eine Flöte mit einer Taktfrequenz von 442 Hertz natürlich etwas zu hoch.

Hinzu kommt eine große Zahl von Musikinstrumenten mit historischer Tonhöhe. Durch das zunehmende Engagement für die historische Darstellungspraxis entstand die Notwendigkeit, die ursprünglichen Instrumente aus früheren Epochen in der Musikpraxis einsetzen zu können. Doch die wenigen verbliebenen Historienflöten waren entweder in einem schlechten, unspielbaren oder - bei gut erhaltenem Instrumentarium - unerschwinglichen und nicht in ausreichender Zahl zu haben.

Einige Holzblasinstrumentenbauer und engagierte Laie haben sich zum Beispiel daran gemacht, die alten Flöten in Museum, Secondhand-Buchhandlung und (Privat-)Sammlung zu messen und die Vorlagen so originalgetreu wie möglich nachzubilden. Noch heute sind einige Exemplare bekannter Hersteller von historischen Instrumenten in Serie erhältlich, von denen hier eine kleine Auslese präsentiert wird. In England gilt er als einer der wichtigsten Flötenbauer seiner Zeit.

Bis auf wenige Abweichungen sind sie im Barockstil französisch gehalten, verfügen über gekonnt geformte Dreharbeiten an Kopf und Fuß und sind in der Mitte rund.

Das Denner Instrumentarium unter anderem von Möck und Möllerhauer ist vor allem für seinen hervorragenden Klang und seine gute Abstimmung bekannt. Es sind jedoch nur etwa 20 Exemplare mit Unterschriften der Hotterres vorhanden, darunter Altblockflöten, Tenorblockflöten und Bassblockflöten, Querflöten und eine große Flöte. Von den drei Flöten befinden sich zwei im Musée de la Musique in Paris, eine davon befindet sich in der Kollektion von Frans Brunggen in Amsterdam.

Als Vorbild für ihre geschichtsträchtigen Repliken dienen die Flötenmacher von Hotteterre, z.B. die Fa. Mück. Auch heute noch sind Flöten aus seiner Werkstätte im Deutschlandmuseum zu sehen, das als Vorbild für die zahlreichen geschichtlichen Repliken zeitgenössischer Flötenmacher wie die Unternehmen Möck und Mühlenhauer diente. In der vermutlich aus Salzburg kommenden Rottenburgher Gruppe waren mehrere Mitarbeiter als Musikanten oder Instrumentenmacher von Holz- und Saiteninstrumenten aktiv.

Etwa 80 Holzbläser mit den Herstellermarken "I. H. Rottenburgh" und "G. A. Rottenburgh" haben überlebt. Die Herstellung von mehr als 40 Flöten in Alt-, Tenor- und Bassregistern sowie Querflöten, Fagotte und Oboe ist bekannt; mehrere Kopien sind im Preußischen Kulturbesitz in Berlin zu sehen. Die Blockflöte wurde von dem 1929 geborenen Künstler und einer der bedeutendsten Vertreter der Reproduktion von historischen Holzblasinstrumenten, I. H. Rottenburgh, entwickelt.

Heute wird dieses Model "Rottenburgh" unter anderem von der Fa. Moeck vertrieben. Die Holzbläser gehören zu den besten in England ihrer Zeit: die von Thomas Stanesby I. sen. (geboren um 1668 in Morley Lyme/Derbyshire, gestorben 1734 in London) und seinem Sohne Thomas II. junior (geboren 1692 in London, gestorben 1754 in Brompton).

Obwohl sein Väterchen Stanesby nur wenige Exemplare, davon aber wenigstens sechs Stück der Blockflöte bewahrt hat, ist die Bandbreite von Stanesby jun. viel größer: 44 Querflöten sind noch heute von ihm bekannt, darunter 17 Stück. Zusätzlich zur Fa. Moeck gibt es bei der schweizerischen Traditionsunternehmung H.C. Féhr Recorders das Model "Stanesby junior".

In der ersten Jahreshälfte des achtzehnten Jahrhundert war Jan Steinbergen (geboren 1676 in Amsterdam, gestorben 1752 ebd.) in Amsterdam als Holzblasinstrumentenmacher tätig und stellte hauptsächlich Flöten und Bläser her. Mit seinen Modellen diente er vielen zeitgenössischen Flötisten als historisches Vorbild. Das Unternehmen Moeck beispielsweise offeriert Steenbergenflöten nach Originalmodellen aus der Kollektion Frans Brunggen.

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