Fender Tonemaster
Kotflügel TonemasterAber auch der eine oder andere Verstärker fiel meinem GAS zum Opfer, wo ich es bedauere, dass ich ihn wieder verkaufte, z.B. den Vibrator oder den Profi. Während dieser ganzen Zeit hat mir der Fender-Tonmeister immer in den Rücken geschaukelt. So einen Tonemaster Halbstapel konnte ein guter Bekannter vor Jahren "billig" bekommen und als mein VHT vor einem Jahr repariert wurde, habe ich mir seinen Tonemaster für die Zeit geliehen.
Da war es dann endlich mal deutlich, es muss ein Tonmeister sein. Die Verstärker wurden seit 2003 nicht mehr hergestellt. Ab und zu kommt der Tonemaster. Das Fender Tonemaster ist ein 100 W 2-Kanal Full Tube Top in einem schönen blonden Toupet mit Ochsenblutgrill aus dem Fender Custom Shop. Die Verdrahtung des Tonemasters erfolgt Punkt-zu-Punkt von Hand.
Die Verstärker wurden von 1993 bis 2003 von Bruce Zinky hergestellt, der auch die Custom Shop Verstärker für den Bereich Vibration und duale Professionalität entwarf. Er hat auch den Prospekt geschrieben und sollte ebenfalls zu den Custom Shop Verstärkern zählen, wurde dann aber für kurze Zeit in die "Custom"-Produktionslinie aufgenommen.
Dies waren die ersten Verstärker aus dem Fender Custom Shop. Das Custom Shop wurde 1987 gegründet und begann 1993 mit dem Entwurf und Bau von Verstärkern. Die Tonemaster wurde hauptsächlich von den wohlhabenderen Käufern erstanden. Kanal B (Overdrive): Jeder der creme-weißen Fender Barrel Regler geht von 1-10. Das war's mit der Front....alles sehr klar angeordnet.
Der Tonemaster ist bei der Wahl der Lautsprecherimpedanz nicht auswählbar. Der Tonemaster wurde mit 16 Ohmschen Lautsprechern entwickelt. Die beiden damals verfügbaren 4x12 und 2x12 Gehäuse hatten je 16 Ohms. Beim HI werden ganze 100 W, beim MID ca. 60 W und beim LO ca. 30 W erzeug.
Der Fender empfielt die LO-Einstellung für die regelmäßige Verwendung des Lautstärkereglers von 3,5 oder weniger, für 3,5 - 7 MID und für alles über Lautstärke 7 und mehr. Bis auf die Tatsache, dass ich bei 100 W und Lautstärke 7 und darüber nicht im selben Zimmer sein will, machen diese Gradationen durchaus Sinn.
Wird eine 8-ohmige Box angeschlossen, verändern sich die Leistungswerte auf ca. 60 W bei LOW und 100 W bei MID. Eine Leistungsreduzierung von 30 W ist dann nicht möglich. Eine Tonemaster Box ist nicht so einfach zu finden, deshalb habe ich eine Blondine gekauft: Fender Super Sonic Box mit Celestion-Vintage30.
Der Tonemaster ist visuell identisch mit den modernen Supersonic Lautsprechern (verglichen mit dem 4x12 Tonemaster des oben genannten Kollegen) und ob der heutige Tonemaster 30 aus China kommt oder nicht, ist mir gleichgültig. Die Tonemaster ist in erster Linie ein.... Ich schloss den Verstärker zum ersten Mal im Probenraum an 100 W an und drehte den Lautstärkeregler auf 3, meine Bandmitglieder sahen mich an und mein anderer Guitarrist klopfte ihm auf die Nase.
Die Lautstärke muss mind. zwei betragen. Mit allem, was darunter liegt, wird der Klang sehr mager. Ich treibe derzeit beide Sender auf Band 2.5-3. Gleichzeitig wird ein solcher Blutdruck aufgebaut, der mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein glockenartiger Fender Cleansound klingt dann in Kanal A. Mit einem Blackface Twin nicht vergleichbar, aber auf jeden Falle Fender-Clean.
Durch den Einsatz von Einzelspulen und Strats können Sie sowohl Jazz-Sounds als auch einen warmen, runden, sauberen Sound erzeugen, der für jede tropfende Balade benötigt wird.... Mit 100 W (HI) ist der Reinraum natürlich grösser, aber genau das ist es, was ich an den 30 W so raffiniert fand. Vom Sauberen zum Knusprigen mit einem Dreh am Volumen.
Wenn ich mit 30 W auf Band 5 an den Verstärker setze und meinen Champagner mit den Nagelbomben aufhänge, ist ein dicker AC/DC-Crunchsound ohne Probleme möglich. Dies im Fender Cleanchannel.... Ich mag es aber gerne als Klassiker und verwende Kanal A für einen sauberen Fender-Sound. Metall ist keinesfalls die Festlegung des Tonemasters.
Die Overdrivekanäle von Fender standen mir immer sehr kritisch gegenüber. Der Fender ist bekannt für seinen exzellenten, sauberen Sound, aber auch für die gruseligen High Gain Sounds. Als einziger Fender Amo gefiel mir auch der Gain-Kanal, der sogenannte Brooks. Der Tonemaster kann das aber ebenso gut wie der Profibox.
Mit Gain bei 6 und dem FAT-Boost kommt ein volles Rockboard aus den Lautsprechern, das sich durchaus behaupten kann, nicht verschmutzt und jede einzelne Zeichenkette klar nachbildet. Das Gain ist ungewöhnlich rund, reichhaltig und für Fender-Verstärker gut geeignet. Fetter Crunch-Sound bei Verstärkung auf 4-5 und Lautstärke auf 3-4. Die Sonne erhebt sich.
Wie ich schon sagte, ich glaube nicht, dass das der Job des Verstärkers ist. Den Fender Tonemaster würde ich deutlich im Rock/Hardrocktrack erkennen. Tatsächlich ist es toll, dass jeder Channel seinen eigenen Effektpfad hat, aber Bruce Zinky hat unglücklicherweise versäumt, eine Auswahlmöglichkeit per Switch vorzusehen, wenn man beide Schleifen separat oder z.B. für beide Channels verwenden will.
Ein Umbau des Tonmasters ist für mich nur im Ernstfall möglich, da ich den Verstärker im ursprünglichen Zustand belassen möchte. Ich habe hier im Diskussionsforum den Tipp bekommen, beide Effektpfade mit einer Effekt-Kette über zwei A/B/Y-Boxen zu verknüpfen. Sie sind unterwegs und nachdem ich sie ausprobiert habe, werde ich Bericht erstatten bzw. dem Bericht hinzufügen.
Resümee: Für mich ist der Fender Tonemaster ein absolut erfolgreicher Verstärker aus dem Fender Custom Shop. Möglicherweise kommt noch ein Verstärker dazu, aber der Tonemaster funktioniert nicht mehr....