E Bass Gitarre
E-Bass Gitarremw-headline" id="Aufbau[/a> | | | Quellcode bearbeiten]>
Bei dem E-Bass oder kurzen E-Bass handelt es sich um ein gezupftes Instrument, meist aus Holzbau. Die E-Bässe erzeugen nur einen weichen Klang und müssen wie die E-Gitarre wiedergegeben werden. Zu diesem Zweck setzt ein eingebautes elektromagnetisches Abtastgerät die Vibrationen der Strings in ein elektrisches Signal um, das in der Regel durch einen Messverstärker wiedergegeben wird.
Der E-Bass, der üblicherweise im Stand gespielt wird, schwebt im Unterschied zum Upright Bass horizontal oder in einem Neigungswinkel von bis zu 45 vor dem Spieler und wird von einem Schultergurt festgehalten. Der E-Bass kann vier bis sieben und in Sonderausführungen bis zu zwölf Streicher haben, die in Quinten durchgestimmt sind.
Der viersaitige E-Bass (,E-,A-D-G) korrespondiert mit der Abstimmung des Kontrabass und ist eine oktav niedriger als die vier niedrigsten Gitarrensaiten. Der E-Bass ist wie Gitarre und Kontrabass ein Transponierinstrument, die Töne sind eine oktavhochgeschrieben. E-Bässe mit sechs Streichern, die meist in",H-,E-,A-D-G-c, oder mit sieben Streichern mit hoher f- oder tiefer",Fis-Saite (ca. 23 Hz) eingestimmt sind, runden die Abwechslung ab.
Anders als bei Akustikinstrumenten fungiert der Körper eines E-Basses nicht als Klangkörper, weshalb er in der Regel aus einem festen Holzstück gefertigt wird, aber vor allem in den 60er Jahren auch Bass mit Hohlkörper üblich war ("Semi-Resonanzkörper"). Der Körper ähnelt in der Regel einer Acht, mit tiefen Einschnitten am Oberende, die das Ergreifen der großen Bundweite vereinfachen.
Der Werkstoff und die gesamte Masse des Körpers haben einen wesentlichen Einfluß auf den Schall. Ein Pickguard aus Hartkunststoff oder Blech kann auf die Front geschraubt werden. Bei einigen Geräten werden Aussparungen im Gehäuse für die elektrische Ausrüstung des Instrumentes - Tonabnehmer, Leitungen, Poti - abgedeckt.
Am Körper sitzt der Brückenkopf, über den die Fäden verlaufen. Am unteren Ende des Saitenhalters sitzt der Schwanz, der entweder in die Stege eingebaut ist (die Verbindung von Schwanz und Schwanz wird auch Bridge genannt) oder sich als eigenständiges Element entweder auf der Vorder- oder Hinterseite des Körpers aufhält.
Im letzteren Falle werden die Strings durch den Körper hinter dem Bridge geführt (engl.: String-through-body). Bei den meisten Geräten wird der Nacken in eine Taschennut im Körper eingeführt und verschraubt oder weniger oft aufgeklebt. In einer anderen Ausführung ist der Bass mit einem vollen Halsausschnitt aufgebaut, an dem die beiden Körperflügel an der Seite aufgeklebt sind.
Dieser Aufbau hat den Vorzug, dass kein übergang zwischen Nacken und Körper die Saitenschwingung gedämpft und somit eine lange Haltezeit erzielt werden kann. Eine übermäßige Dämpfung von Saitenvibrationen wird wie beim Körper durch den Einsatz von Harthölzern und verschiedenen Konstruktionstechniken umgangen. Hälse aus zu weichen Materialien oder ungünstige Holzstrukturen können so genannte Toträume auf dem Griffbrett auslösen.
Dies bewirkt, dass der Nacken aus der Schwingsaite Kraft schöpft, was zu einem deutlich reduzierten Haltevermögen führen kann. Es ist auch möglich, die Streicher zu "rocken". An der Halsseite sitzt das Fretboard, in das in der Regel 20 bis 24 Bund in gleichen Rasterstufen eingebettet sind. Gerade Einsteigern wird so die passende Griffhaltung am Fretless-Bass erleichtert.
Der Ibanez MC 924 ist ein Sondermodell, eine Form von Hybrid-Bass, dessen Griffbrett von der Grund- bis zur ersten Oktave der freischwingenden Besaitung gefesselt ist und ein freies Bündelbrett in hohen Registern (halb und halb) hat. In der Halspartie ist ein metallischer Zugstab, der die Spannung der Saiten aufnimmt und durch den die Krümmung des Halsbereiches geändert werden kann.
Ein leichtes Wölben des Nackens ( "Wölbung" aus der Perspektive des Kontrabassisten nach vorne) vermeidet, dass die Streicher auf dem Griffbrett oder auf den Bünden ruhen und so das Rasseln der Bänder. Durch eine zu große Halswölbung ist der Saitenabstand zum Halsbereich sehr groß und ein rasches und genaues Spielen wird dadurch kompliziert.
Die Griffbretter enden mit dem Rücken, über den die Streicher zu den Stimmmechanismen verlaufen, die am oberen Ende des Nackens, dem Kopfstück, versenkt sind. Ausgehend von den Traditionsmodellen P-Bass ("Fender Präzisionsbass ") und J-Bass ("Fender Jazz Bass ") gibt es unterschiedlich breit ere Nacken. Die P-Bässe haben in der Regel eine Sattelbreite von ca. 45 Millimetern, die J-Bässe nur ca. 38 Millimeter, beides Spezifikationen für Viersaiter.
Durch den schmaleren J-Bass Hals werden die Bewegungen der Finger über die Griffbretter hinweg vereinfacht und eignen sich für Bassisten mit kleinen Instrumenten. Die E-Bässe sind in verschiedenen Längen (schwingende Saitenlänge) erhältlich: kurze (30 Zoll/762 mm), mittlere (32 Zoll/813 mm), lange (34 Zoll/864 mm) und extra lange (35 bis 36 Zoll/889 oder 914 mm) Skala.
Der unter den Strings angeordnete magnetische Aufnehmer wandelt die Vibrationen der Strings durch magnetische Einkopplung in ein elektronisches Warnsignal um. J-Style Pickups (eine nach dem Jazzbass benannte Spule) und/oder P-Style Pickups (zwei Spulen in entgegengesetzter Drehrichtung, die nach dem Präzisionsbass von Fujitsu genannt werden, auch Split Coil genannt).
Auch Piezo- oder Mikrofonelemente können in die Brücke eingebaut werden, deren Sound dem eines reinen akustischen Instruments mit Schwingkörper ähnelt. Der Vorverstärker passt die Impedanz des zunächst höherohmigen Signales an, um Schallverluste auf dem Weg zum Endverstärker (Gitarrenkabel) auszugleichen. Der elektrische Anschluss erfolgt im Gehäuse. Wird das Sendesignal in einem Tieftonverstärker (: Bassverstärker) verstärkt, kann der Sound eines E-Basses über Lautsprecher nachgebildet werden.
Manche Geräte (wie z.B. die Yamaha TRB Serie) bieten ein quasi symmetrisches (Rückführung über Widerstände und Kondensatoren auf Masse) oder vollsymmetrisches (Rückführung invertiert) Ausgangssignal, was es leichter macht, den Bass an einen Mixer ohne Zwischen-DI-Box anzuschließen und zu spielen. Bei besonderen klanglichen Ansprüchen werden teilweise Doppelsaiteninstrumente (nach dem Zwölfsaiterprinzip) benutzt, bei denen neben der Basissaite eine weitere Octave-Saite zum Einsatz kommt (bei dreisaitigen Bässen zwei Oktaven).
Der sehr seltene dreizackige Bass hat insgesamt zwölf (vier mal drei Grundsaiten), 15 (fünf mal drei) oder 18 (sechs mal drei) Sätze. Ein besonderer Typ von E-Bass ist der in den 60er Jahren entstandene Fretless-Bass[4], mit dem zu rumpelnden Klängen gesungen werden kann.
Durch die kürzere Skala, den unterschiedlichen Saitenaufbau und andere Merkmale erzielt der fretless Bass nicht die klangliche Qualität eines Kontrabass oder E-Bass. Fretless E-Bässe haben ihre eigenen klanglichen Qualitäten, zum Beispiel in der Slide-Technik. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen des Slapping (das härtere Klopfen der Streicher mit dem Daumen statt des konventionellen Zupfens) mit einem fretless Bass.
Dieser Sound unterscheidet sich auch von einem Bass mit Bund, bei dem der typische Slap-Sound hauptsächlich durch das Anschlagen der Saiten gegen die Metallbünde erzeugt wird. Auch Fretless-Bässe mit Bundmarkierung helfen Anfängern, sich um den Nacken zu orientieren. Ein Graphithals ist auch beständig gegen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen.
Ein stabilisiertes mehrteiliges Halsstück aus hartem bis sehr hartem Holz wie Mahagoni, Ahorn, Amaranth (Purpleheart), Zedernholz, Ovangkol, Rosenholz, Ebenholz, Cocobolo und Oliven. Als erster E-Bass wurde der erste serienmäßig produzierte E-Bass, der sogenannte Präzisions-Bass von der Firma C. H. Fender entwickelt. Der Begriff Präzision bezeichnet die Eigenschaft, dass dieser Bass (im Unterschied zum Kontrabass) Bund hat und die Noten daher für den Gitarristen leichter zu ertasten sind.
Die Grundkonstruktion einer E-Gitarre wurde von Leo Fender auf den Bass übertragen, aber die Einzelkomponenten wie Körper, Nacken und Pickups modifiziert, um den niedrigen Tönen und der höheren mechanischen Beanspruchung der Besaitung standzuhalten. Der große Vorteil gegenüber dem Kontrabaß ist, daß die E-Bässe in einer horizontaleren Lage des Instrumentes erklingen.
Saitendicke: Die Saiten haben einen grösseren Saitendurchmesser als die E-Gitarre, da die höhere Masse der Saite das Vibrationsverhalten so verändert, dass der angestrebte niedrige Klang nur mit einer akzeptablen Spannung durch die dickeren Sätze erzielt werden kann. Anzahl der Saiten: Die meisten E-Bässe haben viersaitig, aber es gibt auch fünf-, sechs- und siebseitige Variationen, die dem Bassspieler eine größere Vielfalt an Klängen sowie die bereits genannten mehrsaitigen Saiteninstrumente anbieten.
Körper: Der Körper ist etwas größer als die E-Gitarre, typischerweise wird ein längeres Horn verwendet, um zu verhindern, dass das Gerät mit einem längeren Nacken und stärkeren Stimmmechanismen kopflastiger wird. Brücke: Die Brücke ist am Ende des Körpers angebracht, damit das ganze Gerät nicht zu lang wird. Stimmen: Neben der Einzelstimmung wird ein E-Bass kontinuierlich in Quinten eingestimmt, wodurch der Klangunterschied nur bei höheren Streichern zum Einsatz kommt.
Mit einer Gitarre ist das nicht möglich, da sonst viele Griffe nicht spürbar wären. Auf der Gitarre wird die G-Saite von einer H-Saite (große Terz) gefolgt, gefolgt von einem E im Abstand von vier Vierteln. Am Bass die Streicherfolge (,,H)-,E-,A-D-G-(c), an der Gitarre E-A-d-g-h-e'. Bei E-Bässen gibt es unterschiedliche Spielweisen, die sich hauptsächlich auf die spielende Hand bezogen (im Unterschied zur Griffhand).
Man kann grob unterscheiden: Das Zupfspiel mit Zeigefinger, Mittelfinger und zum Teil auch Rindfinger (englisch: Plucking), bezogen auf das klassische Kontrabassspiel mit dem Kontrabass und das klassische Apojando. Dieses Verfahren gestattet ein exaktes Spielen und eine sehr gute Beherrschung der Saitenschwingungen und damit des Klangdesigns. Die Dämpfung von schwingenden Streichern mit der greifenden Hand erzeugt immer ein leises, aber dennoch wahrnehmbares Hintergrundgeräusch, während die Rupftechnik eine geräuscharme Dämpfung mit den Finger der schlagenden Hand ermoeglicht.
Vielmehr ist ein Randphänomen das meistens solistische Klopfen, bei dem auch die rechte Hand Klänge auf das Fingerboard schlägt und zusammen mit der rechten Seite Spezialeffekte auslösen kann. Ein weiteres Spielprinzip ist die Handflächendämpfung, bei der die geschlagene Schnur vor dem Stein mit dem Rand der schlagenden Zeiger leicht gedämpft wird, was die Schalldauer der Schnur reduziert und einen stumpfen Ton auslöst.
Für nicht gegriffene Strings sind dies: kurz vor dem vierten Bünde = 1? der Stringlänge = doppeltes Erz. Das Bassbuch: Tony Bacon, Barry Moorhouse, Bonn 2006, ISBN 3-8024-0563-3. Eine Geschichte der Bassgitarre. Guitarren und ihre Geschichte. Fachzeitschrift Focal Press, Amsterdam et al. 2008, ISBN 978-0-240-52068-1, S. 544. ? Tony Bacon, Barry Moorhouse: The Bass Book.
Ein: In: Bassist. Band 17, Nr. 8, 2006, ISSN 1050-785X, Seiten 40-50. Tony Bacon, Barry Moorhouse: Das Bassbuch.