Parforcehorn

Parforce-Horn

Der Parforcehorn ist ein Blechblasinstrument, das ursprünglich als Signalinstrument für die Parforcejagd diente. Für die gemischte Gruppe Prince Pless Parforcehorn in B. Man hört immer wieder, dass das Parforcehorn seinen Namen davon hat, weil man das Instrument mit roher Gewalt (par force) blasen würde.

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Parforce-Hupe. Der Parforcehorn ist ein Blechbläser, der zunächst als Signalgerät für die Parforce-Jagddient hat. Der Parforcehorn ist ein fast zylindrisches Rohr aus Kupfer, das kegelförmig in einer freitragenden Glocke endet. Die originale Jagdhupe hatte nur eine Umdrehung, nur für den Orchestereinsatz wurde sie mit mehreren Bläsern aufgebaut.

Zum Einsatz im Zusammenhang mit der Jagd gibt es jetzt auch ein Multiwindinstrument mit verringertem Wickeldurchmesser, das praktischer ist als das Originalhorn. Parforce-Hörner werden vor allem im Jagdbrauchtum zum Aufblasen der Jagdsignale verwendet. Manche romantische Oper wie Der Freischütz von Carl Maria von Weber im "Jägerchor" oder Joseph Haydns Oratorium Die Jahreszeiten beruhen auf einer Nachahmung dieser Orchester.

Heute werden auch Parforce-Hörner im sogenannten Blasorchester konzertiert, die in Es oder Es/B meist allein eingespielt, wodurch vierteilige Bewegungen dominieren. Der Parforcehorn in Es ist nur einen halben Ton größer als der in der Stimmung C eingestellte Parforcehorn und kann ebenso gut übertrieben werden. Die für den Château de Chasse geschriebenen Werke können daher auch auf Parforce-Hörnern in Es erklingen.

Dies wird dadurch gefördert, dass hochwertigere Geräte, insbesondere solche ohne Wechselventil, nun einen ähnlichen Dynamikumfang haben wie der Typ Chasse. Parforce-Hörner in Bb und solche in Es/Bb mit Schaltventil in B-Stellung werden ebenfalls zusammen mit Fürst-Pless-Sätzen gesprengt, bei denen vierteilige (2 Fürst-Pless-Hornsätze, 2 Parforce-Hornsätze) und sechsteilige Werke (4 Fürst-Pless-Hornsätze, 2 Parforce-Hornsätze) vorherrschen.

Im Unisono jagen die Par Force Hörner eine oktav niedriger als die Fürst Pless Hörner. Parforce-Hörner werden zum Beispiel während einer Hubertus-Messe ab und zu zusammen mit der Leierkastenorgel benutzt. Es wird auch für Fanfare-Prozessionen genutzt. Das Grundton in Es, Bis oder mit Ventilen kann zwischen Es und Bis umgeschaltet werden. Das Gerät in Bis zu einer Fünftel mehr.

Es können mind. 12 natürliche Töne auf dem Klavier in Bb und mind. 16 auf dem Klavier in Es gespielt werden. Parforce-Hörner sind Transponierinstrumente, die immer in C-Dur (d.h. ohne Vorzeichen) im Diskantschlüssel geschrieben sind. Auch das Parforcehorn in Bb ist in einer Version mit drei Klappen erhältlich (Wirkung der Klappen wie bei einer Trompete).

Bei uns wird der auf dem Grundton D stehendes Jagtrompe anstelle des Parforce-Horns ertönt. Mit der rechten Handfläche wird das Gerät festgehalten, die rechte Handfläche darf nur eine geringe Stützfunktion haben. Im Gegensatz zur heutigen Waldhornstellung wird die rechte Seite nicht in die Fälle gestellt, das Gerät wird in der Regel offen eingespielt.

Die Füllung, d.h. das tiefere Einsetzen der Hände in die Fälle, wobei der aufgeblasene Klang um bis zu einen ganzen Klang niedriger ist, wird manchmal verwendet, um Klänge zu erzeugen, die nicht offen gespielt werden können. Einige dieser Klangfarben können mit dem Gerät in Es-Dur/B auch durch einen Wechsel von Es-Dur auf B-Dur verwirklicht werden, wenn das Werk selbst in Es-Dur steht.

Kontrovers ist diese Vorgehensweise jedoch bei Werken für nicht schaltbare Parforce-Hörner, da der Klangunterschied zwischen geöffneten und gefüllten Klängen Teil des Charakters dieser Werke ist. Die originale Parforcehorn Mundstück ist Trichterform und hat einen äußerst schlanken Saum. Die modernen Parforcehorn-Mundstücke sind im Grunde genommen wie Waldhorn-Mundstücke aufgebaut, eine kleine Schale bevorzugt das Pusten in der Höhe, eine große Schale bevorzugt das Pusten in der Tiefe.

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