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Bestellung Noten AmazonVom Amazonas der Musikdownloads geträumt - Für Musiktheaterbetreiber sind die digitalen Angebote oft ein verlustbringendes Geschäft. Könnte Note Apps die richtige Wahl sein?
Der Musikhandel leidet unter der zunehmenden Verbreitung der digitalen Medien. Sie hat einen Anflug von Endzeitstimmung: "Hamburgs letzter Notenladen schließt", das Nachtblatt kündigt das Ende von Bastelnoten am 16. Oktober 2016 an. Und zwar im Netz. Selbst große Verlage wie der 1770 gegrÃ?ndete Mainzer Musikverlag " scheuen die Folgen: " Der Schlossverlag wird in den kommenden Jahren sicherlich nicht expandieren.
Nicht in Bezug auf Personal und Fluktuation", prophezeit Konzernsprecherin Christiane Albiez. Ungültige Kopien von Musik spuken seit Jahren im Internet, und Webseiten wie IMSLP bieten Massen-Downloads von Musik, für die die Schutzfrist abgelaufen ist. "â??Wir hatten so groÃ?e TrÃ?ume, dass wir zum Amazonas der Musikdownloads wurden. Unter der Leitung des Schott Verlages wurde erst 2010 mit notafina der erste Anlauf unternommen, um dem rechtswidrigen Vertrieb von Noten im Internet entgegenzuwirken.
Auf der Website haben sich mehrere Publisher zusammengeschlossen, um Noten für relativ wenig Aufwand zum Herunterladen vorzustellen. "â??Wir hatten so groÃ?e TrÃ?ume, dass wir der Amazon der Musikdownloads werden wolltenâ??, weiÃ? Christiane Albiez. Der Umsatz blieb im Mikroskopiebereich niedrig, was laut Albiez auch darauf zurückzuführen ist, dass der Absatzmarkt für ein solches Produkt einfach zu groß ist: "Wir vertreiben kein Shampoo.
Bereits 2012 wird der Verlagshaus Schrott mit seiner Eulenburg PluScore-Applikation dabei sein. Nicht nur, dass die Applikation kaum runtergeladen wird, auch die Investitionsbereitschaft der registrierten Benutzer in elektronische Noten ist hier gering. Mit allen Digitalprodukten erzielt das Unternehmen heute weniger als ein Prozentpunkt seines Umsatzes. "â??Im Augenblick finde ich keinen Musikverleger, der in groÃ?em MaÃ?stab in Digitalprodukte investiert", schlieÃ?t Albiez.
"Herkömmliche Musikverlage haben oft eine lange Tradition, so hat z.B. die Mainzer Firma Schrott Richard Wagner bereits mehrere Opernaufführungen durchführen können. Christiane Albiez schildert den Kernbereich des Verlages mit dem Grundsatz, sich mit einem Kompositionisten "mit Fell und Haaren" auseinanderzusetzen. Er überträgt die Rechte an den Verleger und erhält eine Sicherheit für die Veröffentlichung und Verbreitung seiner Arbeiten.
So ist es auch heute noch bei uns: Mehrere aktuelle Autoren wie Aribert Reimann und Jörg Widmann veröffentlichen hier ihre Arbeiten. Für die Herstellung der Musiknotation wird ein großer Teil der Herstellungskosten benötigt. Häufig müssen die zumeist handschriftlichen Noten in ein digitales Format überführt werden, oft müssen auch einstimmige und pianistische Noten geschaffen werden. Die Herstellung digitaler Notizen ist daher fast so kostspielig wie die Herstellung von gedruckten - nur der Verbraucher sieht sie als weniger wertvoll an.
Allerdings ist der Verkauf von Noten seit langem nur eines von vielen Säulen der Publisher. So erzielt das Unternehmen einen großen Teil seines Umsatzvolumens aus dem Verleihgeschäft und der Verwaltung von Rechten an zeitgenössischen Werken und veröffentlicht neben Noten auch Instrumentenschulen, Tonträger und Magazine aller Größen. Im G. Henle Verlagsbereich hingegen konzentrieren wir uns auf so genannte "Urtext-Ausgaben", d.h. Veröffentlichungen von klassischen Werken, die so korrekt und kritisch wie möglich sind und sich dem Wunsch des Künstlers nähern sollen.
Hier setzen Sie zu 100 Prozentpunkten auf den Verkauf von Noten. Wenigstens im viel kleiner gewordenen G. Henle Verlagshaus in München behaupten sie, weiter stark in ihre eigene Musik-App Henle Library zu stecken. Henle hat sich mit dem Launch der Applikation vor einem Jahr Zeit genommen, verglichen mit Schotts PluScore oder Bärenreiter's StudyScore-Applikation aus dem Jahr 2013.
Obwohl er keine konkreten Kennzahlen publizieren will, ließ er auf die Anfrage "dass die ansteigenden Verkaufszahlen Spass machen" und dass der Publisher erstaunt war, wie gut die Applikation aufgenommen wurde. Wenn das wahr ist, erhebt sich die Frage: Wie hat Henle das gemacht? Der Digitalausgang muss alle Qualitätsanforderungen des Druckens einhalten.
Zuerst einmal stellt der Abgleich dar, dass die Henle Library mehr Funktionen anbietet als die alten Anwendungen. Außerdem ist ein Taktmesser eingebaut, der Stababstand kann variiert werden und die Grösse kann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Verglichen mit der Malfunktion in PluScore, die mit ihren eher verpixelten Pinselstrichen an das gute uralte Paint erinnerte, wirkt die Arbeit in der Henle Library viel natürlich wirken. Es können sogar viele musikalische Charaktere wie Höhen und Tiefen eingefügt werden.
Mit PluScore (Bild 1) im Jahr 2012 und Bärenreiter's StudyScore 2013 (Bild 2) hat sich viel verändert. Die erste interaktive Chor-App mit Playalong-Funktion (Abb. 3) von Carus und der Henle Library (Abb. 4) wurde im Jänner 2017 mit TIDO des Peters-Verlages vorgestellt, der ersten Musik-App mit integriertem Video und optisch ansprechenden Arbeitsansichten (Abb. 5).
Sämtliche Anwendungen können kostenlos runtergeladen werden, die Noten sind kostenpflichtig. In allen aktuellen App-Entwicklungen, von der Chor-App Carus Music bis zur neuesten Klavier-App TIDO vom Peters-Verlag, ist klar geworden, dass eine digitale Auflage nicht nur in allen qualitativen Aspekten mit der Druckversion übereinstimmen muss, sondern auch die Chancen der Digitalisierung nutzen muss.
Mit Henle können Sie beispielsweise mit nur einem Mausklick von der einzelnen Stimme eines Streichquartetts zur entsprechenden Position in der Partitur wechseln oder Ihre eigenen Griffe speichern und mit anderen Benutzern austauschen. Die Wartung und Fortentwicklung der Anwendung wurde bei Henle bereits früh im Finanzierungsplan berücksichtigt. Dagegen wurden bei Schott Music die diesbezüglichen Aufwendungen deutlich reduziert und die Pluscore-Applikation hat sich seit ihrer Entstehung kaum erholt.
Vielmehr konzentriert sich der Verleger auf andere Aufgaben, wie die Numerierung des großen Kataloges aus 250 Jahren Verlagsgeschichte: "Wir haben bereits viel Zeit in die retroaktive Datendigitalisierung investiert", erklärt Albiez, "aber ein großer Teil unserer rund 1000 Bühnen- und Konzertarbeiten und rund 35.000 angekauften Werke - ob Straussopern oder Hindmith-Sonaten - sind noch nicht in digitaler Form verfügbar.
"Das ist mit Henle viel einfacher und billiger - mit fast siebzig ist er für einen Musikverlag relativ klein, der Produktkatalog ist zu managen. Anna Leibinger sieht es jedoch als eher ungewöhnlich an, dass die Welt der Musik in absehbarer Zeit nur noch aus dem Bereich der Elektronik spielen wird: "Ich denke, dass sich die meisten Musikschaffenden immer auf beide verlassen werden.
Bei einem Verlagshaus wie Schott Music, das seine Erträge aus verschiedenen Sendern erhält, kann sich ein Dämpfungseffekt in einer Branche gar positiv auswirken, sagt Christiane Albiez: "Man muss nur einsehen, dass Firmen auch in diesen Tagen ihre Gesundheit einschränken können.