Gibson Jazz Gitarre

Jazzgitarre Gibson

Die 6 Gibson Jazz Gitarren im Überblick Gibson geniesst einen weltweiten guten Namen als Gitarrenhersteller, der nicht nur auf einer Serie von bewährten und berühmten Jazzgitarren basiert. Das heutige Gibson-Sortiment umfasst nicht nur Allzeit-Standards, sondern auch Sondermodelle oder Signature-Gitarren aus dem Custom Shop in limitierter Auflage. Unter den wenigen ausgesuchten waren ein Exemplar des Florentiner Cutaway, ein L-5 Wes Montgomery mit Ganzkörper, ein L-5 CT Custom mit schmalen Körper, ein ES-175, das einzigste Gerät dieser Serie mit Ahornkörper und nicht zu vergessen das edle Le Grande mit schwimmendem Pickup.

Im großzügigen Konferenzraum versammelten sich die Schönheiten um einen einzigen Testverstärker, den Gibson GA-15 RV mit 1×12 Lautsprecher, der die klangvollen Elektroergebnisse mit einer trockenen, festen Einstellung ablieferte und so einen spannenden Direktvergleich unter den Hauptdarstellern erlaubte. Zunächst einmal kann aber schon jetzt festgestellt werden, dass trotz aller Verwandten klare Klangunterschiede und der Umgang mit den unterschiedlichen Geschwistern festzustellen sind.

Gegründet wurde das 1955 auf Anregung der beiden Guitarristen Billy Byrd und Hank Garland, deren zwei Bezeichnungen für dieses frühere Künstlermodell zusammengeführt wurden. Ein L-5 mit einer kleineren Skalenlänge von 23? von knapp 60 cm, aber mit 22 Bund (zwei mehr als bei der L-5) und einem flachen Körper (ca. 5,2 cm Rahmentiefe) war der Auftraggeber für die Gibson-Gitarrenbauer.

Seit 1960 waren sie mit einem spitzen Ausschnitt lieferbar, heute sind beide Ausführungen zu haben. Handling & Sound: Durch den kleinen, schmalen und kurzen Nacken können auch dickere Streicher komfortabel gespielt werden. Damit kann das Burdland als verhältnismäßig flexibles Musikinstrument betrachtet werden, so dass neben den Jazzmusikern auch Rockmusiker wie Ted Neugent gut damit zurechtkommen.

Der große Supergitarrist ist so etwas wie die Mama der Jazzgitarre. Seit 1934 ist es im Handel und Gibson überrascht die Mitbewerber mit einer noch nie da gewesenen Grösse (18?), inklusive einer luxuriösen Einrichtung, einer hohen Handwerkskunst und einem entsprechenden Gegenwert. Vom ersten Tag an sollte die Maschine den Standard bestimmen und Gibsons Stellung als Top-Hersteller unterstreichen - was ihr auch gelungen ist.

Sie hat Hits wie'Oh, Lonesome Me' oder'I Can't Stop Loving You' zu seinem Superstar geschrieben und gesungen und später - in ihrer Epoche - namhafte Musiker wie Kenny Burrell, Merle Travis, Joe Maphis oder Bill Haley versammelt. Seit seiner Markteinführung 1934 hat der neue Typ mehrere konstruktive Veränderungen erfahren.

Zuerst existierte es mit X-Bracing, aber schon 1939 wurde der parallel verlaufende Deckenbalken und auch der Cutaway vorgestellt. Durch den Krieg musste die Fertigung 1941 unterbrochen werden, und als die Fertigung 1947 wieder aufgenommen wurde, war Gibson mit einer Elektroversion der damals schon bekannten Gitarre wieder auf dem neuesten Stand.

1951 wurde es unter dem Namen Super 400 CES (Cutaway Electric Spanish) mit zwei P-90 Pickups, ab 1954 mit Alnico V Pickups und ab 1957 mit Humbucker auf den Markt eingeführt. Im Jahr 1960 war es mit einem spitzen Ausschnitt erhältlich, der Ende des Jahrzehntes gegen einen runden venezianischen ausgetauscht wurde.

Handling & Sound: Ein Superstar 400 kommt sich heute beinahe überflüssig vor. Es geht auf die Zeit zurück, als die Körpergröße verwendet wurde, um in einer immer lauteren Umgebung für einen gleichmäßigen Gitarrensound zu kämpfen. So ist es nicht verwunderlich, dass Elvis Presley-Sideman Scotty Moore, neben den berühmten Jazzmusikern, der vielleicht bekannteste und prägendste Musiker der fünfziger Jahre, meist eine 400er in den Studios und auf der Buehne gespielt und somit Geschichte geschrieben hat.

Die L-5 hat wie die L-400 eine lange Historie, die bis in die 1920er Jahre reicht. Die lange Reihe beeindruckender Künstler und Musiker von Maibelle Carter bis zum Jazz-Gitarristen Eddie Lang genügte.

Man vernachlässigt die geschichtliche Weiterentwicklung ein wenig zugunsten der zeitgemäßen Version, die 1939 auch bei der L-5 mit Parallelversteifung und den ersten Schnittmodellen auftrat. Obwohl sich einige Einzelheiten wie die Schnittformen und andere Merkmale noch verändern, hat das Gerät selbst seine ursprüngliche, bis heute geltende Gestalt wiedergefunden.

Ihre 17? Karosserie mit kompletter Rahmentiefe (ca. 8,6 cm) setzt sich aus einer beschnitzten Decke aus Fichte, einem gut geformten Ahornboden, einem Hals aus Ahorn mit Ebenholzgriffbrett und der wohlbekannten typischen "Flowerpot"-Einlage auf der Stirnwand zusammen. Gibson baute 1965 zwei Exemplare mit einem einzigen Hals Pickup für den damals sehr beliebten Jazzgitarristen Wes Montgomery, dem Begründer der Oktavtechnik und großen Modell von George Benson.

Die Bezeichnung "Wes Montgomery" wurde zum Inbegriff der L-5, und 1993, mit der Lancierung der "Historic Collection", wurde zu seinen Gunsten das Modell Wes-Montgomery mit nur einem Tonabnehmer in die Gibson-Reihe eingeführt. Handling & Sound: Aus der heutigen Perspektive ist der mittelgroße Körper die klassischste Art einer Arch-Top-Jazzgitarre und damit die besten Vorraussetzungen.

Beinahe eine Art von Musik, die den sanften, aber gleichzeitig dicken Klang aushält, der den Musiker zwangsläufig zum Schwingen bringt. Die Schwerkraft erfüllt den ganzen Saal und gibt ihm einen großen Klang, der für sich selbst ausreicht und keine Alternativen mehr anstrebt. Das L-5 kann sich auf eine große Anzahl von hochrangigen Spielern seiner Gattung verlassen, die ein weites Feld von Musikstilen absichern.

Bereits 1958 baute Gibson auf Anfrage des populären Unterhaltungskünstlers und Komikers George Gobel ein Model mit einem schmalen Körper, aber im Unterschied zum bereits bestehenden Exemplar mit einer Standardlänge von 1,5 m. Auch wenn diese Variante nie in einem Katalog erschien und nicht viele Kopien hergestellt wurden, war die L-5 CT entstanden, die auch in Billy Byrd oder Steve Jordan namhafte Player vorfand, deren Herstellung aber bereits 1961 abgebrochen wurde.

Abgesehen vom schlanken Gehäuse mit einer Rahmentiefe von ca. 6,2 cm korrespondiert er sonst mit dem üblichen Design eines L-5 CES. Handling & Sound: Der enge Rahmen macht die Gitarre wirklich sehr spielerisch, mit guter Kontrolle auf dem Griffbrett und generell bestem Handling. Klanglich besitzt er noch die akustische Stärke der großen L-5-Konstruktion, aber jetzt, verglichen mit dem oben geschilderten Wes-Montgomery-Modell, mit den Vorteilen von zwei Humbucker.

Auf elektrischem Wege liefert er daher zunächst die gesamte Palette der Jazzklänge, die den engen Körper rasch in Vergessenheit geraten lassen. Das L-5 CT kann als variables Gerät mit einer lebendigen Klangentwicklung betrachtet werden. Durch die konsequente Markteinführung der ES-175 im Jahr 1949 als komplett elektrische Gitarre legte Gibson den Grundstein für ein zeitgenössisches Gitarrendesign, das heute als das langlebigste elektrische Gerät aller Zeiten angesehen werden kann.

Im Gegensatz zu den anderen evolutiven Gitarren-Typen, die zunächst mit einem akustischen Tonabnehmer ausgerüstet waren, konzentrierte sich Ted McCarty, der 1948 mit neuen Mitteln und Zielsetzungen in das Unternehmen eintrat, zunächst gezielt und vorausschauend auf die entstehende Musikentwicklung des ES- 175.

Die ES-175 war schon bald nach ihrer Markteinführung ein großer Publikumserfolg dank ihres professionell gestalteten Designs mit den für eine Gibson-Gitarre charakteristischen Vorteilen und Vorteilen und nicht zu vergessen wegen ihres günstigen Preis. In der handlichen Bauform mit etwas schmalerem Körper bei maximaler Rahmentiefe und spitz zulaufendem Cutaway fanden sich viele Bekannte, darunter die namhaften Musicalgrößen Joe Pass, Jim Hall, Herb Ellis, Kenny Burrell, Pat Metheny und Steve Howe.

Eine Karosserie aus lamelliertem Bergahorn mit Florentiner Cutaway war Ende der 1940er Jahre völlig neu, bietet aber einige Vorzüge für die elektronische Klangumwandlung. Nur durch die elektronische Gitarrenverstärkung war es möglich, die hohe Griffbrettposition zu nutzen und so ein gleichwertiges Solo-Spiel zu fördern, das durch den damals neuen Cutaway favorisiert wurde. Handling & Sound: Das ES-175 TD ist in der Gesamtansicht ein sehr funktionelles, handhabbares und dennoch hochprofessionelles Werkzeug.

Das ES-175 ist durch zwei humbuckers, die sich sehr gut in das jeweilige Musikgenre einfügen, nicht zuordenbar. Früher Gibson Johnny Smith genannt, war das Le Grand ein auf den berühmten Jazzgitarristen zugeschnittenes Künstlermodell und war von der Markteinführung 1961 bis zum Ende des Endorsement-Vertrages 1989 das Topmodell unter Gibsons gefeierten Bogenspitzen.

Das Le Grand ist ein voll akustisches Gerät mit einer geschnitzten, gut gewölbten Decke aus Fichte und X-Bracing, dem ein schwimmender Tonabnehmer hinzugefügt wurde. Das von Smith gespielte persönliche "D'Angelico New Yorker Special" wird in seinen Dimensionen reproduziert. Handling & Sound: Mit einer Rahmentiefe von ca. 7,6 cm ist die Le Grande etwas schmäler als z.B. die Supergitarre 400 oder die L-5. Das hat einen angenehmen Effekt auf die Bedienung dieser 17 breiten Gitarre; sie ist daher etwas einfacher zu spielen als vergleichbare Instrumenten.

Auch der Klang unterscheidet sich von den bisher berücksichtigten Instrumenten nicht, vor allem aber durch den schwebenden Tonabnehmer (nur am Hals befestigt), der eine besondere Klangfärbung erzeugt und nicht auf eine große Dynamik der Klangumwandlung angewiesen ist, sondern im Doppelsinn seines Namen auf fließende, geschwungene Artikulierung. Der Le Grande ist also auf der Suche nach dem weiterentwickelten Player, der exakt diesen Klang anstrebt.

Das ist ein Individualisteninstrument mit einem besonderen Klanggefühl. Es ist jedoch mit einiger Genugtuung, dass die Vergleichsgitarren eigentlich sehr verschiedene Eigenschaften haben und daher den verschiedensten tonalen Tendenzen Rechnung tragen. Entsprechend sinnlos ist es auch, ein über die oben erprobte Klangbeschreibung hinausgehendes Urteilen fällen zu wollen, denn jedes einzelne Gerät steht für sich und seinen eigenen festgelegten Tonumfang.

Man kann jedoch sagen, dass Gibson auch heute noch wunderschöne Jazzgitarren produziert, ein Benchmark und Bezugspunkt für den Kunstgitarrenbau.

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