Bass Stimmen

Bass-Stimmen

Stimmbass mit und ohne Tuner Egal, ob Sie neu im Bass sind oder ein erfahrener Profi: Niemand kann das Stichwort "Stimmen des Instruments" ignorieren! Heute gibt es natürlich eine Vielzahl von digitalen Helfern in Gestalt von Tunern oder Anwendungen, die Ihnen die tägliche Routinearbeit ersparen. Es ist aber auch hilfreich, etwas Hintergrundwissen zu haben, falls Sie das Gerät ohne fremde Unterstützung stimmen müssen.

Es gibt verschiedene Wege, Ihren Bass in die gewünschte Stimmungslage zu versetzen. In diesem Seminar lernen Sie die verschiedenen Verfahren und deren Unterthemen, wie z.B. Obertonabstimmung, kennen. Bei der westlichen Musik konnte man sich erst bis weit in das achtzehnte und in einigen Gegenden Europas bis ins neunzehnte Jahrtausend hinein auf eine gleichmäßige Stimmungslage einigen.

Vor der generellen Erkenntnis der "gleichmäßigen Stimmung" gab es mehrere verschiedene Stimmungen aneinander. Das " gleichmäßige " Tuning wurde um 1700 von Andreas Werckmeister entworfen. Es unterteilt die Oktav in zwölf gleich große Teiltöne. Gegenüber der " Naturstimmung ", bei der die Tonhöhenabstände durch die Naturtonreihe bestimmt werden, ist die Temperierung ein berechneter Kompromiß, da die "gleichmäßigen" Halbtonabstände nur näherungsweise rein sind.

Alles beginnt mit "A" Die "Stimmung" bezeichnet das Zusammenspiel der Klangfarben unseres Soundsystems untereinander. So kann man ein Musikinstrument in sich selbst stimmen und damit gut klingende Musik machen. Neben den oben erwähnten Stimmungen war auch die bindende Definition der Tonhöhe 1 (das so genannte "A-inscribed") ein historischer Zankapfel. Dennoch gibt es natürlich immer noch andere Kammerstimmungen; vor allem in Klassikorchestern, wo die Tonhöhe der Zentralstimme den Orchestersound eindeutig mitbestimmen kann!

Alles gut und gut - aber was heißt das für den Bass? Am Ende haben wir die Abstimmung E-A-D-G eines viersaitigen Instruments erreicht, wie wir es heute kenn. Grundsätzlich ist das Tuning mit einem Tuner erklärungsbedürftig. In den 60er Jahren waren die ersten Tuner so genannte Stroboskop-Tuner und Tuner mit Zeiger und Mensur.

Nachträglich wurden LED-Anzeigen hinzugefügt und letztendlich vollständig auf LED-Anzeigen (zunächst noch analog, später digital) aufgebaut. Früher musste zuerst der gewünschte Stimmungston am Stimmgerät von Hand vorgewählt werden, heute haben alle Geräte eine automatisierte Klangerkennung. Die modernen Abstimmgeräte sind handlich und preiswert - und machen das Abstimmen zum Vergnügen!

Es ist immer zu berücksichtigen, dass auch Tuner Abweichungen aufweisen. Dies bedeutet: Nicht jeder Tuner ist genau gleich! Weil im 12-Ton-System alle Halbtonintervalle den selben Wert haben, hat Ellis eine Oktav in 1200 gleich große Anteile aufgeteilt. Nach diesem Standard ist auch die Tonleiter der aktuellen Tuner untergliedert.

Der Klangumfang eines E-Basses ist sehr niedrig, so dass der Stimmer die leeren Saiten nicht immer sicher wiedererkennen kann. An dieser Stelle kommen wir auf Pythagoras zurück, der bei Versuchen mit einer freischwingenden Schnur entdeckte, dass man durch Berühren der Schnur mit dem Finger an gewissen Stellen beim Anschlagen unterschiedliche Partiale erreichen kann.

Nimmt man die Zeichenkette genau an dem Punkt auf, der in der Mitte zwischen den Stützpunkten liegt, also um die Hälfte, wird die Frequenz doppelt und der Klang eine oktavhoch. Wird dieser Abstand nochmals um die Hälfte reduziert (dann geviertelt), wird die Anzahl der Schwingungen zur geviertelten Zeichenkette nochmals um das Doppelte erhöht und der zu vernehmende Klang um 2 Okt. über dem Grundton oder der leeren Zeichenkette.

Am Bass stimmt die Lage über dem zwölften Bündel mit der Hälfte der glatten und über dem fünften Bündel mit dem Quartal der glatten Zeichenkette überein. Berühren Sie die Schnur nur leicht über die Bünde dieser Stellungen, aber drücken Sie sie nicht nach unten, können Sie das Erscheinungsbild gut erkennen.

Sie werden als Oberschwingungen bezeichnet. Auch der französische Begriff "Flageolet" (oder auch "Flageolett"), nach einer Querflöte gleichen Namens, hat sich weit verbreitet. Tuner (und auch unser Gehör) können aufgrund der hohen Frequenz hohe Frequenzen genauer wiedererkennen. Die A-Saite am Bass vibriert 55 mal pro Sek., also mit 55Hz.

Die Harmonische über dem zwölften Bündel der A-Saite ist mit 110 Hz zweimal so stark schwingend. Oberhalb des fünften Bundes schaukelt das Flageolett mit 220 Herzen, also nur eine oktav unter der Tonhöhe. Diese Mundharmonika kann man mit dem 440er Herzen einer Schwinggabel messen, um die A-Saite richtig zu stimmen.

Im nachfolgenden Film werde ich Ihnen zeigen, wie man mit Hilfe solcher Obertöne den ganzen Bass stimmen kann.

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