Gibson es
Geben Sie esGibson ist heute wieder dabei, die legendäre Konzeption zu verfeinern und zu aktualisieren. Der ES-150 war der Auftakt! Nun, nicht ganz in dieser schöpfungshistorischen Hinsicht, aber Gibson hatte zumindest Ende 1936 mit der ES-150 die erste "elektrische" Guitarre auf den Markt geholt. Anders als die Instrumente des Wettbewerbs gelten diese ersten Gibson-Exponate nach wie vor als Jazzgitarren von hoher Qualität.
Dies ist nicht zu vergessen Charlie Christian, dem legendären Frühgiganten der elektrischen Konzertgitarre, der zuerst die ES-150, später auch die ES-250 gespielt und populär gemacht hat. So wie Christian versuchten viele Musikanten damals, sich in den immer lauteren Bändern mit der Guitarre zu behaupten. Der gerade erst an eine akzeptable Grenze getriebene Korpus der Instrumente gab nichts mehr her und die Elektrisierung war der konsequente Weg in die weitere Entwicklung.
Früher hatte der vorausschauende Techniker Lloyd Loar (Gibson-Mitarbeiter von 1919 bis 1924) bereits in den 1920er Jahren mit Tonabnehmern und Verstärker experimentierte, dann auch seine eigene Fertigung, die kurzfristige "Vivi-Tone Company" mit nur wenig gelungenen Elektroinstrumenten, aber nur mit dem ES-150, der auf dem einfachen Akustikmodell L-50 basiert, konnte Gibson praktisch über Nacht zum Erfolg werden.
Ursprünglich war es eine herkömmliche Guitarre, mit geschnitztem Top und Cross-Balking, aber sie war mit dem Ruten-Pickup, später "Charlie Christian Type" genannt, zusammen mit Bakelit-Tasten zur Lautstärkeregelung und Klangregelung ausgerüstet. Bereits im ersten Produktionsjahr 1937 wurden 504 Stück geliefert, aber es dauerte einige Zeit, bis die Guitarristen wirklich begriffen hatten, dass es nun nicht nur möglich war, die Volumen für das Komponieren, also für die übliche Akkordbegleitung der Blasinstrumente, zu erhöhen, sondern auch "eintönige" Soli in Volumen und Fließeigenschaften mit denen eines Saxofonisten zu vergleichen.
Aus dieser Zeit berichtete John Lee Hooker über T-Bone Walker: "T-Bone war der erste, den ich je mit einer E-Gitarre, einer Gibson, gesehen habe. Dieser ist der Familienvater der E-Blues-Gitarre. "Ende 1937 kam der schlichte ES-100 mit etwas kleinerer Karosserie hinzu, 1938 folgte der aufwändigere ES-250.
Bis auf eine Unterbrechung der Produktion durch den Zweiten Weltkrieg war die ES-150 bis 1956 im Einsatz, die ES-250 wurde bereits 1940 abgesagt. Der ES-250 wurde durch das ES-300 ersetzt, das sich erstmalig durch einen großen, schräg angeordneten Tonabnehmer mit individuell einstellbaren Polstücken auszeichnet. Bei der ES-300 wurde zum ersten Mal das "Kronen-Inlay" gezeigt, das später zum Warenzeichen für Gibson-Gitarren wurde.
Bei der Rückkehr des Modells in die Serie im Jahre 1946 wurden erhebliche Änderungen vorgenommen: Der Körper wurde nun komplett aus lamelliertem Ahornholz gefertigt und in der Halslage wurde ein P-90 Single-Coil Pickup gefunden. Gegen Ende 1948 wurde das Model in einer P-90 -Doppelversion überarbeitet, konnte sich aber wegen eines Fehlers nicht etablieren und wurde 1952 wieder aus dem Angebot entfernt.
Nahezu zeitgleich zum ES-300 kam 1941 das preiswerte ES-125 hinzu (im Grunde war es das in ES-100 umfirmierte Modell), dessen Fertigung bereits im folgenden Jahr ausläuft. Weltkrieges wurde es 1946 mit einem grösseren Ahornkorpus ( "16?") und einem einzelnen P-90 Pickup am Halsausschnitt wieder eingesetzt und hat sich zu einem echten Hit entwickelt, was 1947 zur Hinzufügung des ES-150 mit einem grösseren Körper (17?) und etwas raffinierterer Ausrüstung geführt hat.
Selbst ohne Cutaway waren diese Instrumente zu ihrer Zeit sehr populär. Das ES-150 dauerte nur bis 1956, aber seine kleine Schwester, das ES-150, kam bis 1970 nahezu unbeachtet durch Die Inszenierungen von Chris Whitley, der sie wegen ihrer etwas brüchigen, elementaren Klänge immer wieder gern verwendet, zeigen auch heute noch wunderschöne Vorbilder.
Im Jahre 1947 wurde die ES-350, das erste Gibson-Instrument mit Cutaway, geboren. Im Jahre 1949 wurde das Model dann mit zwei Tonabnehmern aufgerüstet, aber diese sollte bald von den nachfolgenden Hollowbody- Elektrikern aus dem eigenen Haus übertroffen werden und so ein ziemlich schattiges Dasein führen. Im Jahre 1955 wurde die Fertigung mit Vollkörper aufgegeben und zu einer der ersten Thinline Guitarren mit dem Titel ES-350T umgebaut (siehe unten).
1949 kreierten die Gibson-Leute mit dem ES-175 einen wahren Rennklassiker Zunächst kam ein paar Modelle mit einem einzigen P-90 Pickup auf den Markt, doch schon 1953 war der ES-175D mit zwei Einzelspulen erhältlich. Schon 1952 und 1953 war das Model so populär, dass mehr als 1000 Stück produziert wurden.
Auch wenn diese Stückzahlen in den folgenden Jahren nicht ganz ausgeschöpft wurden, hat sich diese nicht allzu große Form und der zeitgenössische spitze Cutaway vor allem im Jazz-Camp zu festen Freunden entwickelt. Zu den prominenten Darstellern der ES-175 gehören so verschiedene Künstler wie die Jazz-Legende Joe Pass, Pat Metheny in seinen frühen Jahren oder Yes-Gitarrist Steve Howe.
Eine Behinderung, die durch eine überarbeitete und 1955 unter dem Titel Schaltermaster eingeführte elektronische Ausstattung ausgeglichen wurde. Mit einem Gibson Switcher feierte Carl Perkins seinen Klassiker im Rockabilly-Stil. Der ES-140 ist mehr eine bizarre Nebenwirkung im Gibson-Programm. Die Dreiviertelgröße verschleiert jedoch leicht die Tatsache, dass es sich in der Tat um eine spielfertige und im gewohnten Gibson-Standard gefertigte Konzertgitarre handelt: Kleiner Körper aus lamelliertem Bergahorn, spitzer Cutaway, Mahagoni-Hals, 58 Mensuren und ein Single-Coil-Pickup in der Halslage zeichnen dieses feine Gerät aus.
In den Jahren 1950 bis 1956 war dieses Model mit Vollkarosserie erhältlich, von 1957 bis zu seinem Ende 1968 als Thinline Version ES-140 T. Schließlich wurden von beiden Varianten des ES-140 rund 4000 Stück geliefert. Bei der Einführung des ES-295 im Jahr 1952 hat Gibson einige zukunftsweisende Eigenschaften gezeigt.
Der Korpus des ES-295 war zunächst dem ES-175 entliehen, aber im Unterschied zum ES-175 mit zwei Pickups (der ES-175 hatte damals nur einen), und es war die erste jemals mit einer "all gold" Oberfläche, die bald auch im Les Paul Model verwendet wurde. Das ES-295 war im Prinzip so etwas wie die Luxusausführung des ES-175 und folglich auch etwas aufwendiger.
Schließlich hatte er bereits einen separaten Lautstärke- und Klangregler, einen 3-Wege-Kippschalter zur Tonabnehmerwahl sowie einen Trapezsaitenhalter, wie bei den ersten Pauls. Nachdem die ersten Erfolge mit den kleinen Rock'n'Roll-Helden der ersten fünfziger Jahre - Scotty Moore hat die ersten Sun-Sessions für Elvis Presley mit einem ES-295 gespielt, bevor er zur L-5 und Super 400 gewechselt ist - bereits zur Jahresmitte des letzten Jahrhunderts stark nachgelassen und Gibson hat das Gerät 1958 wieder aus dem Spiel genommen.
Die Schnittform hatte bereits die Bühne besetzt und die mittlerweile altmodische und technisch restriktive Ganzkörper-Konstruktion von E-Gitarren abgelöst. Im Jahr 1991 kam eine ES-135 in einer ganz anderen Art und Weise in das Gibson-Programm zurück (siehe unten). Gibson startete in den 1950er Jahren eine neue Produktlinie und entwickelt das wegweisende Thin-Line-Design.
Die ArchTop Gitarren hatten durch die Anbringung von Tonabnehmern an der Oberseite sowieso viel von ihrem Originalsound verloren, daher wurde beschlossen, den Körper schmäler zu machen, um die Bedienung zu erleichtern. Der ES-225 war das erste Exemplar der neuen T-Linie. 1955 wurde auch der schlanke Körper des Byrdlands vorgestellt.
Der ES-225 ähnelt in seiner Form dem ES-175, hatte aber nur einen einzigen P-90 Pickup in der Zwischenzeit. Die Trapezklappe wurde der ersten Les Paul entlehnt, sonst wurde das Gerät in einem schlichten Design belassen. Im Jahre 1956 kam der ES-225 TD mit zwei P-90 Einzelspulen hinzu, aber die im Folgejahr eingebauten Tonabnehmer, z.B. auf dem ES-175 und vielen anderen, wurden dem Model verwehrt - wahrscheinlich einer der Hauptgründe, die zur Produktionseinstellung im Jahre 1958 geführt haben.
Der ES-350 T wurde 1955 auch als Ersatz für den etwas intelligenteren Bordland vorgestellt. Den Hauptunterschied findet man in seinem Körper aus geschlossenem Ahornholz, sonst hatte er die gleichen Körper- und Halsmaße wie das Brett. Der ES-350 wurde in drei verschiedenen Phasen entwickelt, von denen die erste (1955 bis 1957) durch zwei Single Coil P-90 Pickups sowie einen abgerundeten venezianischen Ausschnitt charakterisiert war.
Als eines der ersten elektrischen spanischen Instrumente vermisste sie in der zweiten Stufe (1957 bis 1960) zunächst einmal solche Instrumente und von 1961 bis zum Ende der Fertigung 1963 eine überarbeitete Karosserie mit einem spitzen Florentiner Cutaway. 1956 und 1957 waren mit je mehr als 200 Kopien die wohl gelungensten Jahre der ES-350 TD, wohl getriggert durch den Rockpionier Chuck Berry, der mit dieser Guitarre Hits wie'Maybellene' oder'Rock & Roll Music' in seiner unverkennbaren'Duck Walk'-Pose feierte.
Der spontane Siegeszug von Gibson erfolgte 1958 mit der Einführung der ES-335 Die konsequente Fortführung der Thinline-Konstruktion hin zu einem neuen, hermaphroditischen Gitarren-Typ, der sich auf die Strukturmischung von Hohlkörper und Festkörper stützte. Die Karosserie des 335TD war nur mit hohlen Seitenflügeln ausgestattet, während ein solider Sustain-Block in der Bildmitte alle Merkmale einer massiven Bauweise mit sich brachte und somit die bei zunehmender Lautstärke befürchtete Rückkopplung weitgehend eliminierte.
Die ES-335-Serie ist bis heute eine von Gibsons großartigen, hoch gelobten und stilistisch aufeinander abgestimmten Produkten. Im Jahr 1981 wurde das Model in ES-335 DOT umgetauft, ab 1990 hieß es ES-335 Reissue und ist heute in vielen Variationen sowohl in der Electric Collection als auch in der Custom Shop Collection zu haben.
Dieses Jahr wurde die bereits in kleinen Stückzahlen ausgelieferte Mono-Edition aus dem Sortiment genommen. Sie sind heute wieder als Custom-Shop-Modell oder etwas versteckt als "B. B. King Lucille" erhältlich (siehe unten). Die Variotone-Schalter waren bei der 345 Standard, zusätzlich war das Gerät mit einem Griffbrett aus gebundenem Palisander mit doppelter Parallelogrammeinlage ausgestattet.
Schließlich erreichten die 345er einen höheren Umsatz als die 355er und blieben bis 1983 im Sortiment. Es ist auch als Neuauflage im Gibson Custom Shop erhältlich. Die ES-330 wurde im selben Jahr als Alternativmodell präsentiert, das im Gegensatz zu seinen formell ähnlichen Schwesterinstrumenten keine halbfeste Bauweise hatte.
Wie bei der 225 hatte sie keinen massiven Klotz im Inneren des Körpers und der Nacken wurde in den Körper auf dem Niveau des sechzehnten Bunds anstelle des neunzehnten Bunds wie bei den oben beschrieben. Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre war das ES-330 das zahlreichste Gerät der Thinline-Serie und sein durchsichtiger, glockenartiger Sound - ähnlich dem des Casino der Epiphones - wurde zu einem stilistischen Merkmal des Beat-Sounds.
Im Jahr 1960 folgte der ES-125 TC mit einer P-90 in Nackenposition und der ES-125 TCD (später TDC) mit zwei Single-Coil Pickups als einfache Low-Budget-Modelle des ES-225, die gerade aus dem Lieferprogramm entfernt worden waren. Zur Abdeckung des niedrigeren Preissegmentes wurde 1962 der ES-120 T als etwas verspätetes Non-Cutaway-Modell in das Sortiment aufgenommen.
Die Korpus- und Halsabmessungen sind die gleichen wie beim ES-125, nur das markante Brett mit dem schwachen Single-Coil Pickup aus dem Hause Maker, das über das untere F-Loch hinausreicht. Gibson wollte Ende 1964 den weltweit über Nacht erzielten Erfolg von'If I had a hammer' von Trini Lopez mit einem Signaturmodell nutzen, um ein zeitgenössisches Bild unter Nachwuchsmusikern zu schaffen.
Der Trini Lopez Standard basierte zwar auf der ES-335 Konstruktion, war aber mit einem Fender-ähnlichen Kopfstück überrascht, das später (!) auch für den Einsatz beim Feuervogel vorgesehen war. 1970 wurde von Trini Lopez jedoch nicht mehr gesprochen und das Gitarrenmodell gleichen Namens geriet in Vergessenheit. Anfang der 1960er Jahre wurden durch den Folk- und Folk-Rock-Boom zunehmend 12-saitige E-Gitarren eingesetzt und Gibson präsentierte daraufhin die ES-335-12, deren Klang mit dem Mega-Hit'California Dreaming' von Mamas & Papas um die ganze Erde ging.
Diese semi-akustische Variante (alle anderen sind Festkörper) ist mit mehr als 2000 Kopien zwischen 1965 und 1971 die erfolgreiche unserer eigenen Zwölfsaiter. Gibson versuchte Ende der 1970er Jahre, den aktuellen Tendenzen zu entsprechen und führte das bewährte halbfeste Konzept der 3er-Serie mit zeitbezogenen Innovationen ein. Im Jahr 1979 kam es dann zu der Gründung von ESAartist, der einen verschlossenen Körper ohne F-Löcher hatte und mit einer aktiven Elektronik ausgestattet war.
Mit ihren Klangmöglichkeiten tendierte die Guitarre zu High Fidelity, was bei den Musikerinnen und Spielern nicht gerade auf Zustimmung stieß. In der Asien-Phase der frühen 1980er Jahre hat Steve Howe diesen Typ intensiv genutzt. Im Jahr 1979 widmet Gibson dem Jazzgitarristen Howard Roberts, auch in der ES-Serie, ein Signaturmodell: den Howard Roberts-Fusion.
Mit dem großen Blues-Mann ist dieses Model seit vielen Jahren unzertrennlich verknüpft, und Gibson würdigte den Master 1980 für seine Loyalität, indem er ein Serienmodell unter seinem Vornamen einführte. Die Künstler-Variante Herb Ellis (ES-165) ist der ES-175 sehr ähnlich, hat einen schichtverleimten Körper aus Ahorn plus Mahagoni Hals mit Rosenholzgriffbrett und den wohlbekannten Parallelogramm-Inlays, weicht aber von der ES-175 mit nur einem Tonabnehmer (490R) in Nackenlage und 20 anstelle der 22 Bünden im Griffbrett ab. Auch 1991 kommt ein gänzlich anderes Gerät, jetzt unter dem altbewährten Titel ES-135, wieder zum Vorschein.
Formell entspricht die Konzertgitarre dem immergrünen ES-175, hat aber einen etwas flacher emalierten Körper aus geschichteten Ahornholz, mit einem leichten chromyten Sustain-Block und, im Unterschied zum ES-175 (Mahagonihals), einem Halsausschnitt aus Palisanderholz mit Griffbrett. Das ES-135 ist heute als vergleichsweise preiswertes Gerät mit den bekannten Eigenschaften des klassischen Gitarrenaufbaus in einer aktualisierten Version in einer umfassenden Farbskala und optional mit P-100 oder '57-Classic-Humbucker Pickups erhältlich.
Schmaler Spindelstock für gerade Saitenzüge,'57 Classic Humbucker und verchromter Hardwarestand. Geflammter Ahorn, mehrere Kanten, doppelte Parallelogramm-Inlays und goldfarbene Beschläge sind die Markenzeichen dieser Luxusvariante, die auch die Basis für das neue Paul Jackson Signaturmodell aus dem Gibson Custom Shop ist. Möglicherweise ist das vielleicht interessante Gerät der vergangenen Jahre Gibsons Design des ES-446.
Kernstück dieser Konzertgitarre ist eine solide Decke aus Fichtenholz, deren Krümmung und Stützleisten aus einem Guss gefertigt sind. Sie ist leicht, hat ein sehr gutes sustain und einen lebhaften, kräftigen Laut. Lesen Sie mehr über Gibson ES und andere Gibson-Modelle in unserer Gibson-Sonderedition!