Chorus Gitarre

Chorbegleitung

Besonders, wenn man der einzige Gitarrist auf der Bühne ist, füllt sich das Ganze enorm aus. Das Chorus ist ein Standardeffekt im Pedalbereich von fast jedem Gitarristen. Hier erfahren Sie, welche Chorus-Pedale sich lohnen. Sowohl Chorus- als auch Flanger-Effektgeräte duplizieren Ihr E-Gitarrensignal, um raumgreifende und texturierte Klänge zu erzeugen.

Ensemblespiel

Einerseits hat man in der Tat in der Regel den Originalton, anderseits das modifizierte Nutzsignal. Das Schlagen findet dann quasi im Weltraum statt, was zu einem klareren und dennoch viel breiteren Stereosignal führt. Aufwändige Geräte ermöglichen es zudem, mehrere Chorus-Effekte zu verbinden, um noch aufwändigere Bearbeitungen zu erreichen. Der Chorus-Effekt (oft in Verbindung mit etwas Reverb und Delay) ist seit den 80ern fast schon Teil des standardmäßigen Clean-Sounds, und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Chorus der am meisten verbreitetste unter den Effektmodulationen ist.

Selbst Lead-Sounds erhalten mit einem diskret angepassten Chorus etwas mehr Glanzpunkte, das macht die Stereoanlage besonders gut. Beispielsweise spielen Eddie Van Halen eine Stereokonfiguration, bei der der Trockenklang auf der einen und der Klang mit etwas Chor und einem Drumherum auf der anderen Stereoklang zu hören sind. Besonders, wenn du der alleinige Guitarrist auf Bühne, füllt bist, ist das riesengroß.

Hierbei handelte es sich um einen verlängerten Chorus-Effekt, der aus einem einstimmigen Eingabesignal ein stereophonisches Klanggemälde erzeugt. Mit dem Ensemble-Effekt kann man z.B. ein einfaches Signal für die Gitarre in der Breite von gewünschte.

Vibrationen und Chorus - Gitarreneffekte richtig im Einsatz

Chorus und Vibrator könnten als die beiden echten " schönen Klänge " unter den Modernisierungseffekten bezeichnet werden. In den fünfziger Jahren gehörte das Vibrator o zu den ersten Gitarreneffekten, die eine Laufbahn eingeschlagen haben, während der Chorus in den siebziger und achtziger Jahren Amps und Effect Boards erobert hat. Die elektronische Tonerzeugung des Vibratos erfolgt, wenn eine Zeichenkette durch Biegen immer wieder hin- und herbewegt wird.

Wie verschiedene Aufzeichnungen aus dieser Zeit belegen, war dieser Effect bereits in den 50ern und 60ern sehr beliebt und war Bestandteil der Basisausstattung zahlreicher Fender- und Vox-Verstärker. Die Chorus unterscheiden sich vom Vibrator dadurch, dass das "verstimmte" Effektsignal mit einer Zeitverzögerung von bis zu 30 ms abgegeben wird. Das Klangbild ähnelt dem von zwei gleichartigen Guitarristen.

Ursprünglich wurde dieser Vorgang auch in einen 1975 auf den Markt gebrachten Messverstärker, den Roland JC-120, eingebaut. Dabei wurde der Stereoeffekt über die beiden Boxen so ausgekoppelt, dass das Originalsignal im rechten Boxenbereich und nur das leicht verdünnte und verzögerte Effektignal im rechten Boxenbereich zu vernehmen war. Im Jahr darauf wurde der Wirkung auch auf das Gaspedal ausgeübt: Das berühmte CE-1 wurde geboren.

Der Sound erfreut sich großer Popularität bei den Guitarristen, vor allem in Verbindung mit den Cleansounds. In der Popmusik waren es Police's Andy Summer, die seine Gitarre immer weiter und weiter klingen ließen, im Jazz/Fusion, der Chorus war Teil des charakteristischen Mike-Stern-Sounds, und Toto's Steve Lukather hatte keine Angst, sie auch mit einem stark verzerrten Sound anzuschalten.

Zusätzlich zu dem bereits erwähnten Boss CE-1, der bedauerlicherweise nicht mehr hergestellt wird, gibt es eine Auswahl an sehr geeigneten und zum Teil auch preiswerten Pedalen, die diesen Eindruck in bester Klangqualität reproduzieren. Es handelt sich dabei um die CE-5, CE-20 und CH-1 Nachfolgemodelle von Boss, aber auch um den sehr beliebten Chorus/Flanger von TC Electronics.

Der Line 6 Modulations-Modellierer MM4 enthält Repliken von Effekt-Klassikern aus der Modulationskategorie, darunter Boss CE-1.

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