Blueridge Gitarren

Blau-Gitarren

BR-43 Blueridge Blueridge-Gitarren werden seit den 80er Jahren in China hergestellt und sind in der Folk- und Bluegrass-Szene wegen ihrer klassizistischen Konstruktion sehr populär. Das BR-43 ist eines der billigsten Blueridge-Modelle, das zwar zeitgemäß wirken sollte, aber dennoch einen herkömmlichen Westerngitarrensound hat. Die Blueridge BR-43 kommt nach dem öffnen des stabilen Kartons in Form einer Westerngitarre daher.

Der Körper ist 10,3 cm tief am rückwärtigen Gurtbolzen und nur 8,5 cm am Nacken, da sich der Rahmen zum Nacken hin konisch ausdehnt. Die Böden und Zargen sind aus sehr schönem Mahagoniholz, die Decken aus leichter, solider Sitka-Fichte. Im Inneren des Körpers wird er durch zwei sich kreuzende Stützen gefestigt, die an einigen Orten zugunsten des Vibrationsverhaltens stärker oder schwächer sind und auch in Handarbeit hergestellt werden.

Der Steg aus indischem Ostahorn hält die Fäden, auf denen ein Skelettsattel ruht und in dem die Enden der Fäden mit Nadeln verschlossen sind. Das Mahagonihalsstück ist mit der gewohnten Schwalbenschwanzverbindung am Körper befestigt und hat ein Fingerboard, das wie der Steg aus Ostindienahorn ist. Bund wird der Nacken zum Körper mit 20 Bünden.

Bei einer Skalenlänge von 64,7 Zentimetern beträgt die Halsbreite am Brückenkopf 4,3 cm. Der Kopf ist recht eng, auf dem eine aufwändige Perlmuttdekoration mit dem Blueridge-Logo edlen Schimmer hat. Der Blueridge BR-43 ist in seinen Hölzern sehr gut aufeinander abgestimmt. Besonders an den Rändern von Halsausschnitt und Griffbrett sind keine Verunreinigungen zu erkennen, da sich beide Bauteile wie aus einem Guss fühlen.

Die feinen Maserungen der Decke und des Mahagoni zeichnen sich durch die hochglänzende, durchsichtige Lackierung aus, aber auch der Nacken fühlt sich durch die glatte Lackierung sehr an. Außergewöhnlich für eine etwa 400,- EUR teure Konzertgitarre ist die Nutzung von echten Perlmuttern und Beinen, selbst Gibson verwendet nun Acryl als Perlmutter in seinem Standardprogramm Les Pauls.

Natürlich geht es bei den Einlagen nur um das Aussehen, während die Knochenbrücke und der Sitz den Klang verbessern. Anders als bei weichen, billigen Kunststoffen verlagert der Kunststoff den Lehm aufgrund seiner Festigkeit besser auf das Holzwerk. Bei den Mitteltönern ruhen die Fäden jedoch auf der tieferen - ein konstruktiver Fehler, der nicht auftreten sollte, da auf diese Weise Vibrationen übertragbar sind und die Fäden belastet werden.

Mehr zum Thema